Zahl der Todesopfer steigt auf 271

Aktuell 717 mit dem Coronavirus Infizierte im Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss. Eine 85-jährige Frau aus Neuss ist an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer kreisweit auf 271. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 717 Personen (Vortag: 700) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 63 (Vortag: 62) in einem Krankenhaus. Kreisweit 11 221 Personen (Vortag: 11 184) sind wieder von der Infektion genesen. Insgesamt 30 308 Personen (Vortag: 29 839) haben im Kreis bislang eine Impfung und 12 172 (Vortag: 11 829) bereits die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

 

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) liegt für den Rhein-Kreis Neuss bei 70,8 (Vortag: 68,6). Unter den im Kreisgebiet aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen ist bei 210 Fällen (Vortag: 218) die britische Viruslinie B.1.1.7 sowie bei 1 Fall (Vortag: 1) die südafrikanische Viruslinie B 1.351 nachgewiesen. Hierbei gibt es aktuell keinen Hot-Spot. Der Rhein-Kreis Neuss untersucht seit Ende Januar alle in den Testzentren Neuss und Grevenbroich sowie durch die mobilen Testteams entnommenen positiven Corona-Tests auf ihre Sequenzierung.

 

Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 12 209 (Vortag: 12 154) Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Zurzeit sind 2 087 Personen (Vortag: 1 957) als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

 

Die derzeit mit dem Coronavirus infizierten Personen verteilen sich wie folgt auf die Städte und die Gemeinde im Kreis:

Neuss: 329 (Vortag: 333)

Grevenbroich: 73 (Vortag: 70)

Dormagen: 122 (Vortag: 118)

Meerbusch: 42 (Vortag: 43)

Kaarst: 50 (Vortag: 46)

Korschenbroich: 51 (Vortag: 47)

Jüchen: 30 (Vortag: 23)

Rommerskirchen: 20 (Vortag: 20)

 

In der Alloheim Seniorenresidenz in Dormagen sind 4 Bewohner und 4 Mitarbeiter aus einem Wohnbereich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Bekanntwerden des ersten Falls wurde allen Bewohnern und Mitarbeitern der Einrichtung gestern eine Testung durch ein mobiles Test-Team angeboten. Alle weiteren Ergebnisse sind bislang negativ. Für den betroffenen Wohnbereich hat die WTG-Behörde des Kreises ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt. Bewohner und Personal des betroffenen Wohnbereiches sind von den anderen Wohnbereichen separiert.

 

Bei den durch den Kreis beauftragten Anbietern von kostenfreien Antigen-Schnelltests wurden in der vergangenen Woche insgesamt 941Testungen durchgeführt. Hierbei waren 4 Ergebnisse positiv. In den Corona-Testzentren Neuss und Grevenbroich sowie durch die mobilen Testteams sind in der vergangenen Woche 2 231 PCR-Testungen (Vorwoche: 1 611) vorgenommen worden. Seit dem 11. März wurden hier insgesamt 56 640 Testungen durchgeführt, von denen bislang 6 788 positiv waren. Die Zahlen umfassen nicht die Testungen in Arztpraxen und Krankenhäusern im Kreisgebiet sowie von Reiserückkehrern an Flughäfen oder Grenzstationen.

 

Die Infektionszahlen sieht Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weiter auf einem zu hohen Niveau. „Die jetzt beginnende wärmere Jahreszeit darf nicht dazu führen, dass wir bei der Einhaltung der Corona-Vorschriften nachlässig werden. Insbesondere mit Blick auf die Virusmutationen ist es dringend erforderlich, die Zahl der Neuinfektionen abzusenken, um dauerhaft eine Überlastung des Gesundheitssystems ausschließen zu können und Menschenleben zu schützen“, erklärt Petrauschke. „Ich rufe auf, alle nicht unbedingt notwendigen Kontakte zu vermeiden. Wir sollten uns daran orientieren, was wirklich notwendig ist und nicht all das ausreizen, was zulässig wäre. Auch weiter fortschreitende Impfungen dürfen nicht dazu verleiten, in der Einhaltung der Regeln nachlässig zu werden“, appelliert der Landrat an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

 

Zudem bittet der Landrat, weiter die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen: „Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf Handhygiene, tragen Sie eine Maske, wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann und lüften Sie regelmäßig in geschlossenen Räumen. Konsequente Sorgfalt gilt auch im Umgang mit Menschen, die auf besonderen Schutz angewiesen sind und vertrauen, wie Seniorinnen und Senioren, ob im privaten Umfeld oder in Einrichtungen. Nur in größtmöglicher Solidarität können wir gemeinsam gegen die Ausbreitung des Coronavirus angehen.“

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.