Grevenbroicher Flüchtlingsinitiativen schließen sich zusammen, um eine bessere Koordination der Hilfen zu erreichen. Dabei übernimmt die Stadt Grevenbroich die Steuerungsfunktion. Hilfeteams arbeiten in den Stadtteilen, eine Webseite wurde veröffentlicht. Noch werden Wohnungen gesucht.

Ehrenamtliche Initiativen, die sich z. B. in der Betreuung von Asylsuchenden bzw. geflüchteten Menschen engagieren, sind für die Stadt Grevenbroich von sehr hoher Bedeutung. Bisher fehlte es aber an einer gemeinsamen Plattform, über die alle Mitarbeitenden und auch Sachspender*innen sich informieren konnten. „Wir wollten auch eine Dachmarke, unter der wir uns wiederfinden, organisieren und kommunizieren können,“ erklärt Rebecca Ende, die von Seiten der Stadt im Fachbereich Soziale Sicherung, Integration und Inklusion gemeinsam mit Dirk Witte die Hilfen organisiert.

Ende April gab es einen Workshop und mit starker Beteiligung von ehrenamtlichen Helfer*innen wurde an einer Strategie gefeilt. Thomas Wiedenhöfer brachte dies konzeptionell und kommunikativ auf den Punkt, „STARTHELFER GREVENBROICH“ war geboren. Das Logo macht bereits klar: Es geht darum, beim Start zu helfen. Nicht darum, langfristige Betreuungen auf den Weg zu bringen. Dafür sind die Profis in der Stadtverwaltung sowie der Agentur für Arbeit zuständig. „Wir sorgen dafür, im Alltag anzukommen, kümmern uns um die Grundversorgung der Menschen und bauen dann Brücken zu amtlichen Stellen, zu Kultur- und Sportangeboten.“ verdeutlicht die Fachdienstleiterin Rebecca Ende.

Seit 2015 sind in Grevenbroich Mitarbeitende der Kirchengemeinden, von Freiwilligeninitiativen, Verbänden und Privatpersonen als ehrenamtliche Integrationshelfer aktiv. „Dieses Engagement ist enorm wertvoll und hat sehr vielen Menschen dabei geholfen, schneller in unserem Kulturkreis anzukommen, Frieden zu finden und die Zukunft neu zu planen.“

Dirk Witte verstärkt seit Juni 2022 den Fachbereich Soziale Sicherung, Integration und Inklusion. Zu seinem Aufgabengebiet zählt auch die Koordination ehrenamtlicher Unterstützungen. Witte war zuvor im gleichen Aufgabengebiet bei einer anderen Stadt beschäftigt, ist also ein wichtiger Erfahrungsträger für das, was jetzt durch „STARTHELFER GREVENBROICH“ umgesetzt werden wird.

Aktuell steht besonders die Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine im Fokus. Wobei niemand die Augen davor verschließt, dass in Grevenbroich Menschen aus zahlreichen Ländern und Regionen der Welt ebenfalls Hilfe suchen.

„Wir benötigen Hilfe von Mensch zu Mensch in sehr vielen Bereichen, besonders brauchen wir Angebote für die zahlreichen Kinder, von der Krabbelgruppe bis zu Aktionen für Jugendliche,“ macht Rebecca Ende deutlich. Auch Umzugshelfer, handwerkliche Unterstützungen und so genannte Familienpaten werden gesucht.

Wer sich den Starthelfern anschließen will, kann über die Webseite oder per Mail mit dem Koordinator in Verbindung treten. Wer eine Wohnung zur Verfügung stellen kann, die innerhalb der Angemessenheitsgrenze der Mieten liegt, kann sich darüber ebenfalls melden.

Internet: www.starthelfer-grevenbroich.de
E-Mail: starthelfer(at)grevenbroich.de

Quellverweis: www.grevenbroich.de

https://www.grevenbroich.de/detail/news/2337-fluechtlingshilfe-in-grevenbroich-starthelfer-formieren-sich/

Hier kann man den Originalbeitrag lesen.

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