FW Grevenbroich: Grevenbroicher Brandschützer im Dauereinsatz / Sieben Einsätze am Wochenende in zehn Stunden

 

Grevenbroich (ots)

(FW Grevenbroich) Ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen forderte die Kräfte der Grevenbroicher Feuerwehr am Samstag (3.9.). Zwischen 13 und 23 Uhr wurden die Männer und Frauen der Wehr bei mehreren Brandeinsätzen und -alarmen sowie zwei Tierrettungen tätig, einmal wurden sie zudem zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert.

Beim Brand einer Küche im Ortsteil Allrath wurde diese komplett zerstört. Ein Brand am Bahnhof im Ortsteil Kapellen zerstörte zwei PKW vollständig und beschädigte zwei weitere stark. Beim Küchenbrand kam ein Bewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, ansonsten gab es keinen Personenschaden. Während Schützen und Bürgerschaft in der Grevenbroicher Innenstadt ihr Schützenfest feierten, waren rund 65 haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute im Verlauf des Samstags bei insgesamt sieben Einsätzen für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv.

Die Einsatzserie begann gegen 13:05 Uhr, als Passanten einen Flächenbrand auf dem Park&Ride-Parkplatz am Kapellener Bahnhof entdeckten, bei dem auch zwei PKW bereits teilweise in Brand geraten waren. Wegen der bereits auf der Anfahrt sichtbaren starken Rauchentwicklung sowie der raschen Ausbreitung des Feuers auf weiteres ausgetrocknetes Gestrüpp neben den Parkflächen, die weitere PKW bedrohte, forderten die ersteintreffenden Kräfte der Kapellener Löscheinheit Verstärkung an. Da sich das Feuer zudem auf den Bewuchs entlang der Gleise ausbreitete, ließ die Feuerwehr zeitweilig die Bahnstrecke sperren. Dadurch kam es zu Verspätungen bei einzelnen Fahrten der Regionalbahn 39.

Drei Löschtrupps gelang es, zum einen die Ausbreitung der Flammen aufs Gelände zu stoppen und schließlich auch die beiden PKW zu löschen, die jeweils im Motorraum in Vollbrand standen. Zudem konnten die Helfer verhindern, dass die Flammen auch zwei weitere PKW noch in Brand setzten, bei denen die Hitze bereits Teile der Frontverkleidung hatten schmelzen, beziehungsweise ankokeln lassen. Mithilfe einer Wärmebildkamera kontrollierten sie Fahrzeuge und Fläche auf mögliche verbliebene Brandherde. Nachdem alle Flammen gelöscht waren, war der Einsatz gegen 14:30 Uhr beendet und auch die Bahn konnte den Betrieb auf der Strecke wieder aufnehmen. Eingesetzt waren rund 20 Kräfte der ehrenamtlichen Löscheinheiten aus Kapellen, Wevelinghoven und Hemmerden, sowie ein Trupp der Hauptamtlichen Wache.

Weitere hauptamtliche Kräfte rückten noch während des Brandeinsatzes in Kapellen zur Unterstützung des Rettungsdienstes gegen 13:50 Uhr in die Grevenbroicher Innenstadt aus. An der Rheydter Straße war eine Bewohnerin mit Gesundheitsproblemen gemeldet, die sich hinter einer verschlossenen Hoftür befinden sollte. Noch vor Eintreffen der Retter gelang es Angehörigen aber, die Türe zu öffnen und zu der Frau zu gelangen. Daraufhin konnten die Helfer abdrehen und zur Hauptwache zurückkehren.

Rund vier Stunden später mussten haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Wehr in den Ortsteil Allrath ausrücken. Dort hatten Anwohner eines Mehrfamilienhauses an der Theodor-Körner-Straße einen Brand in einer Erdgeschosswohnung gemeldet. Ein nur wenige Häuser entfernt wohnender Feuerwehrmann eilte direkt zum Brandort und konnte den Bewohner der betroffenen Wohnung bis zum Eintreffen der weiteren Rettungskräfte betreuen. Der Mann wurde anschließend vom Rettungsdienst mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert.

Trupps des Hauptamtes sowie der ehrenamtlichen Löscheinheit aus Frimmersdorf/Neurath bekämpften unterdessen die Flammen in der in Brand geratenen Küche, kontrollierten die weiteren Wohnungen im mehrstöckigen Gebäude auf weitere, möglicherweise vom Brandrauch betroffene Bewohner und setzten schließlich einen Überdrucklüfter ein, um Haus und Wohnungen rauchfrei zu bekommen.

Noch während dieses Einsatzes alarmierten Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Ortsteil Wevelinghoven gegen 19:20 Uhr die Feuerwehr ein weiteres Mal: Im Keller des Hauses in der Straße An der Obermühle brenne es, meldeten die Anrufer der Kreisleitstelle in Neuss. Diese entsandte daraufhin Kräfte der Löscheinheiten aus Wevelinghoven, die wegen des Brandes in Allrath auf der Hauptwache den Grundschutz fürs Stadtgebiet sicherstellten, sowie erneut die Ehrenamtler aus Kapellen zum Kellerbrand.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte wenig später stellte sich die Lage in Wevelinghoven glücklicherweise als weniger brisant heraus als zunächst befürchtet. Die in Brand geratenen Kartons im Untergeschoss hatten Bewohner bereits selbst löschen können; alle Personen hatten das Haus verlassen. Die Feuerwehrleute kontrollierten die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera und setzten ebenfalls einen Lüfter ein, um den letzten Brandgeruch aus dem Gebäude zu blasen. Gegen 19:50 Uhr war dieser Einsatz abgearbeitet, gegen 20:30 kehrten auch die Kräfte vom Brand aus Allrath an die Standorte zurück.

Zwischenzeitlich hatte allerdings ein weiteres Einsatzteam der Feuerwehr in die Innenstadt zu einem Tierrettungseinsatz ausrücken müssen. Dort hatten Anwohner der Kreisleitstelle eine verletzte Ente an der Parkstraße gemeldet. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs, die beim Brand in Allrath abkömmlich war, nahmen sich der Ente an. Gegen 23:30 mussten die Wehrleute nochmals ausrücken, um einem Igel zu helfen, der in den Lichtschacht eines Hauses in Neuenhausen gepurzelt war und dort nicht mehr herauskam. Die Retter befreiten das Tier aus seiner misslichen Lage und setzen es auf einer nahegelegenen Wiese wieder aus.

Gegen 22:40 Uhr schließlich wurden die Retter der Hauptamtlichen Wache sowie der Löscheinheiten aus Stadtmitte, Wevelinghoven, Gustorf/Gindorf sowie erneut aus Frimmersdorf/Neurath zu einem weiteren Einsatz gerufen. In einer Wohnanlage für Senioren an der Schanze hatten mehrere Rauchmelder angeschlagen. Wegen des hohen Risikopotenzials der Einrichtung rückte die Feuerwehr mit mehreren Löscheinheiten an. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass im Gebäude tatsächlich Papier in Brand geraten war. Allerdings hatten Beschäftigte der Einrichtung den Kleinbrand unmittelbar ersticken und die Gefahr damit bannen können. Ein weiteres Eingreifen der Wehr, über eine Kontrolle des Brandortes hinaus, war damit nicht mehr erforderlich.

Kurz nach 23:00 Uhr war damit auch der dieser Einsatz eines arbeitsreichen Samstags für die Kräfte der Grevenbroicher Wehr abgearbeitet. Aussagen zur den verschiedenen Brandursagen sowie zu den Schadenshöhen an den verschiedenen Einsatzstellen kann die Feuerwehr nicht machen.

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