Schule
| 01.06.2026
An der Gemeinschaftsgrundschule Erftaue in Grevenbroich fand jetzt ein Pilotprojekt zum Thema „Kinder- und Jugendschutz im Ganztag“ statt. Rund 70 Lehrkräfte aus dieser Einrichtung sowie aus der Viktoria-Grundschule, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule sowie weitere pädagogische Fachkräfte hörten einen Impulsvortrag und besuchten Workshops. Darüber hinaus tauschten sie sich über ein Fallbeispiel aus.
Ziel der Veranstaltung war es, die Verfahrenswege des Kinder- und Jugendschutzes in den Schulen in Grevenbroich herauszuarbeiten und für das Lehrpersonal zu verdeutlichen. Prozesse, die beim Verdacht auf Kinderwohlgefährdung eingehalten werden sollen, wurden geprüft, Schnittstellen zwischen Schule und offenem Ganztag beleuchtet.
Eingeladen zu dem Fachtag hatten die Schulleiterinnen Ute Tives-Voigt und Anke Radke-Schieder, Alessa Maukel und Martina Richter von der Koordinierungsstelle Kinderschutz Grevenbroich sowie Dr. Mathias König und Katharina Griem vom Regionalen Bildungsbüro des Rhein-Kreises Neuss.
Annette Anner, Schulaufsicht unter anderem für die Grundschulen in Grevenbroich, begrüßte die Teilnehmer. Den Impulsvortrag zum Thema „Kinderschutz in der Offenen Ganztagsschule“ hielt Verena Bücker vom Landschaftsverband Rheinland. In einem anschließenden Workshop vertiefte sie ihr Thema. Drei weitere Arbeitskreise mit Beate Krüger, ehemalige Leiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamts in Meerbusch und mittlerweile beratend tätig, beschäftigten sich mit Unterstützungsmöglichkeiten des Jugendamts, Beratungsstellen- und Präventionsangeboten sowie Bausteinen des Kinderschutzkonzepts. Die Workshops dienten zur schulinternen Schärfung der Risikoanalyse, Sensibilisierung bei Kindeswohlgefährdung sowie Verdeutlichung der Interventionspläne.
Der pädagogische Fachtag folgte auf eine Auftaktveranstaltung durch die Koordinierungsstelle Kinderschutz Grevenbroich und das Regionale Bildungsbüro des Rhein-Kreises Neuss zu Kinder- und Jugendschutzkonzepten in Grevenbroich. Das Bildungsbüro möchte daraus ein allgemeingültiges Konzept erarbeiten, das im Idealfall auf alle Grundschulen und weiterführenden Schulen im Rhein-Kreis Neuss übertragen werden kann.
Hier findet ihr den Originalbeitrag
Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026
