Grevenbroicher Erhebung zu Barrieren liefert wichtige Hinweise für inklusivere Stadtplanung

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Die Stadt Grevenbroich hat die Ergebnisse der „Grevenbroicher Erhebung zu Barrieren – für inklusive Planung“ ausgewertet. Insgesamt haben sich 118 Bürgerinnen und Bürger an der Befragung beteiligt und ihre Erfahrungen zu Barrieren im Alltag geschildert. Die Rückmeldungen fließen nun in die weitere Arbeit am Inklusionskonzept der Stadt ein.

Ziel der Erhebung war es, Barrieren im Stadtgebiet sichtbarer zu machen und konkrete Hinweise für eine inklusivere Entwicklung Grevenbroichs zu gewinnen. Erfasst wurden unter anderem bauliche, technische, soziale und bürokratische Hürden. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen im Alltag auf unterschiedliche Hindernisse stoßen. Besonders häufig benannt wurden physische Barrieren im öffentlichen Raum, aber auch bürokratische, technische und soziale Hürden spielen für viele Betroffene eine wichtige Rolle.

Die Auswertung macht zugleich deutlich, dass das Thema Inklusion viele Lebensbereiche betrifft. Hinweise und Anregungen aus der Befragung wurden deshalb thematisch gebündelt und an die zuständigen Arbeitskreise und Zukunftswerkstätten weitergegeben. 52 Anregungen gehen in den Facharbeitskreis Mobilität, Verkehr und Stadtplanung, 28 in den Facharbeitskreis Wohnen, Nahversorgung, Alter, Pflege und Gesundheit und 14 in den Facharbeitskreis Freizeit und Sport. Weitere 11 Anregungen werden in der Zukunftswerkstatt Früh-, Jugend- und Familienförderung behandelt, 6 Hinweise in der Zukunftswerkstatt Feste und Begegnungsstätten.

Die Erhebung ist Teil der Arbeit des Beauftragten für das Inklusionswesen, Uwe Durst. Er entwickelt gemeinsam mit dem Inklusionsbeirat, betroffenen Menschen, Initiativen, Verbänden und weiteren Beteiligten ein Inklusionskonzept für Grevenbroich. Ziel ist es, Barrieren nachhaltig abzubauen und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu verbessern.

Der Inklusionsbeirat der Stadt Grevenbroich bildet dabei eine wichtige Schnittstelle zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik. Er arbeitet mit verschiedenen Facharbeitskreisen und Zukunftswerkstätten zusammen, um Anliegen aus der Bevölkerung aufzunehmen und in konkrete Maßnahmen zu überführen.

Die vollständigen Ergebnisse der Erhebung sind auf dem Beteiligungsportal NRW auf der Seite der Stadt Grevenbroich abrufbar:
https://beteiligung.nrw.de/portal/grevenbroich/beteiligung/themen/1017434 

Die zahlreichen Freitexteingaben aus der Befragung werden aus Datenschutz- und Persönlichkeitsgründen nicht veröffentlicht, fließen jedoch in die weitere fachliche Auswertung ein.

Mit der Erhebung setzt die Stadt Grevenbroich einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit und Inklusion im Stadtgebiet.