„Alle können etwas tun“: Natur- und Umweltbildung im Familienbüro Grevenbroich

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Unter dem Projekttitel „Alle können etwas tun“ hat das Familienbüro Grevenbroich von Juni 2025 bis Mai 2026 ein vielseitiges Angebot im Bereich Natur- und Umweltbildung umgesetzt. Kinder, Jugendliche und Familien erhielten dabei einen niedrigschwelligen Zugang zur Natur und viele Möglichkeiten, ökologische Zusammenhänge praktisch zu erleben. Ziel war es, das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu stärken und junge Menschen zu motivieren, selbst aktiv zu werden.

„Wir wollten Naturbildung so gestalten, dass sie direkt an den Alltag der Kinder anknüpft und Freude macht“, berichtet Michelle König vom Familienbüro Grevenbroich. „Wenn junge Menschen selbst säen, kochen, bauen oder upcyceln, erfahren sie Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch, sondern ganz unmittelbar.“

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die wöchentliche „NO PLANET B“-AG für Kinder ab acht Jahren. Inzwischen hat sich eine feste Gruppe zusammengefunden. Inhaltlich war die AG sehr abwechslungsreich: im Gemeinschaftsgarten bauten die Kinder saisonales Gemüse und Kräuter an, ernteten gemeinsam und verarbeiteten die Ernte weiter. Dazu kamen Upcycling-Angebote wie das Gestalten von Pinnwänden, Blumentöpfen oder Kräutergärten sowie kreative Aktionen rund um das Thema Ressourcenschonung. Besonders beliebt waren außerdem das gemeinsame Kochen und Backen mit veganen Gerichten wie Pasta mit Tomatensauce, Kürbissuppe oder Zimtschnecken.

„Uns war wichtig, den Kindern zu zeigen, dass nachhaltiges Handeln Spaß machen kann und nicht kompliziert sein muss“, so König. „Gerade durch gemeinsames Ausprobieren entsteht ein echter Zugang zu Umweltbewusstsein und Verantwortung.“

Neben der wöchentlichen AG fanden über das Jahr mehrere Workshops und Aktionstage statt. Ein Ausflug zum Naturerlebnispfad „Elsbachsteig“ brachte Kinder ab acht Jahren spielerisch mit der lokalen Flora und Fauna in Kontakt. Beim Upcycling-Workshop gestalteten Kinder ab zehn Jahren alte Kleidungsstücke zu neuen Einzelstücken um. Beim NABU-Workshop „Nistkästen bauen“ lernten Kinder nicht nur handwerkliche Schritte, sondern auch die Bedeutung von Lebensräumen für Vögel kennen.

Auch ein Spieleabend mit sehr vielen Teilnehmenden ab der dritten Klasse zeigte, wie gut sich Umweltbildung und Gemeinschaft verbinden lassen. Nachhaltige Brett- und Kartenspiele standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie das gemeinsame Erleben und der Austausch untereinander. Im März 2026 richtete sich ein weiterer Projekttag gezielt an Jugendliche: Beim Format „Gemeinsam kochen“ bereiteten die Teilnehmenden zwischen zwölf und 15 Jahren vegane Gerichte selbstständig zu und lernten dabei, Aufgaben zu teilen und Rezepte eigenverantwortlich umzusetzen.

„Besonders schön war zu sehen, dass viele Kinder und Jugendliche die Angebote mit nach Hause genommen haben. Sie wollten Rezepte nachkochen, Ideen weitergeben oder selbst etwas in ihrem Alltag verändern.“

Mit dem Projekt „Alles können etwas tun“ ist es gelungen, Naturerfahrungen, Partizipation und nachhaltiges Lernen auf alltagsnahe und kindgerechte Weise zu verbinden. Das Familienbüro Grevenbroich zieht damit eine positive Bilanz und sieht in dem Ansatz eine wichtige Grundlage für weitere naturkundliche Angebote. Für die Förderung des Projekts gilt der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen ein herzlicher Dank für die wertvolle Unterstützung.

(Information des Familienbüros Grevenbroich)