Rhein-Kreis Neuss: Engagement für Klima- und Umweltschutz wurde mit dem Umweltpreis belohnt

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Umwelt
| 22.06.2026

Der Einsatz für Umwelt- und Klimaschutz hat im Rhein-Kreis Neuss viele Gesichter – von engagierten Schülerinnen und Schülern über innovative Unternehmen bis hin zu Privatpersonen mit außergewöhnlicher Eigeninitiative. Sichtbar wurde dieses Engagement jetzt mit dem Umweltpreis, den der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit der Speira GmbH und der Neuß-Grevenbroicher Zeitung vergeben hat. Preise wurden in den Kategorien Jugendpreis, Jurypreis und Publikumspreis überreicht. 

In der Feierstunde im IHK-Pavillon an der Landesgartenschau Neuss begrüßte Landrätin Katharina Reinhold die Gäste mit diesen Worten: „Wir sind froh, dass wir bei uns im Kreis auf so viele engagierte Initiativen und so viele Bürgerinnen und Bürger, die sich für Umwelt- und Naturschutz sowie Nachhaltigkeit einsetzen, zählen können. Umweltschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe – und wir im Rhein-Kreis Neuss haben eine starke Gemeinschaft, die beherzt handelt. Dafür möchte ich Ihnen persönlich danken.“

Über den mit 3.000 Euro dotierten Jugendpreis freuten sich die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Korschenbroich. Ihre Abschlussklasse hat das Projekt „Grünes Klassenzimmer“ entwickelt, das als nachhaltiger Lern- und Lebensraum auf dem Schulgelände entstehen soll. Speira-Sprecher Mauritz Faenger-Montag hob in seiner Laudatio hervor, dass das Konzept der Schule Umweltbildung mit praktischer Umsetzung verbinde: Geplant sei ein naturnaher Unterrichtsort, der nicht nur für Fächer wie Biologie und Kunst genutzt werden könne, sondern zugleich Lebensraum für Insekten und Vögel schafft und zur Verbesserung des Mikroklimas beitrage. Bestehende Maßnahmen wie Müllsammelaktionen und Energiesparen werden dabei sinnvoll eingebunden.

Kreissprecher Benjamin Josephs, der die Veranstaltung moderierte, berichtete, dass der Jurypreis in Höhe von 3.000 Euro aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen auf zwei Preisträger aufgeteilt wurde. Kreisdirektor Dirk Brügge zeichnete die Albrecht GmbH aus Grevenbroich aus und sagte: „Das mittelständische Unternehmen zeigt, wie wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung verbunden werden können.“ Die Albrecht GmbH hat auf ihrem Betriebsgelände in den vergangenen Jahren konsequent Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von Emissionen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem eine Photovoltaikanlage mit Speicher, der Einsatz von E-Mobilität, moderne Gebäudedämmung, eine Wärmepumpe sowie Maßnahmen zur Regenwasserversickerung und zur Förderung der Biodiversität.

Der zweite Teil des Jurypreises ging an Gereon Birkmann aus Korschenbroich-Glehn. Der Baumschulgärtnermeister engagiert sich privat für den Klimaschutz, indem er eigene Flächen erwirbt und dort klimaresiliente Bäume und Sträucher pflanzt. NGZ-Redaktionsleiter Rainer Leurs lobte in seiner Laudatio die Eigeninitiative von Gereon Birkmann: „Er macht alles auf eigene Faust und auf eigene Rechnung und setzt ein echtes Nachhaltigkeitsprojekt um.“ Seit 2020 hat der Glehner bereits rund 4.600 Pflanzen gesetzt. Sein Ziel ist der Aufbau eines artenreichen, an Trockenheit und Hitze angepassten Mischwaldes.

Für den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis hatte die Jury, zu der Landrätin Katharina Reinhold, Kreisdirektor Dirk Brügge, Dorothea Flockert (Bereichsleiterin Nachhaltigkeit) und Ausbildungsleiterin Maria Jungbluth von Speira sowie Rainer Leurs und Sandra Kluck von der NGZ gehörten, neun Projekte nominiert. Bei der Abstimmung unter den NGZ-Lesern hatte am Ende die Kreisjägerschaft die Nase vorn. NGZ-Mediaberaterin Sandra Kluck überreichte den Preis an Birgit und Jürgen Jansen und Dirk Decker, den Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, und ging auf deren Engagement ein „Mit zwei rollenden Waldschulen fahren Birgit und Jürgen Jansen zu Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen. Allein im vergangenen Jahr haben sie über 60 Einrichtungen besucht und auf diese Weise vielen Interessierten die heimische Tier- und Pflanzenwelt und den Umweltschutz nähergebracht.“

Auf die Vorbildfunktion aller Preisträgerinnen und -träger wies Landrätin Katharina Reinhold hin: „Mit unserem Umweltpreis wollen wir andere dazu ermutigen, eigene Umweltprojekte zu initiieren und somit zur Ressourcenschonung in unserem Kreis beizutragen. Davon profitieren nicht nur alle Bürgerinnen und Bürger, die heute im Kreis leben, sondern auch die nachfolgenden Generationen.“

Hier findet ihr den Originalbeitrag
Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026