Demokratie leben
| 24.07.2026
Mit der ersten Bündnissitzung ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Umsetzung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Rhein-Kreis Neuss erfolgt. Die Mitglieder des Gremiums kamen jetzt erstmals in der neuen Förderperiode zusammen, um die Grundlagen für die gemeinsame Arbeit zu schaffen und erste Empfehlungen für eingereichte Projektanträge auszusprechen.
Zu Beginn der Sitzung im Kreishaus Grevenbroich erhielten die anwesenden Bündnismitglieder ihre Ernennungsurkunden durch den Leiter des Kreissozialamts, Jens Bender. Das Bündnis setzt sich überwiegend aus Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen und spricht Empfehlungen zur Förderung von Projekten im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie aus. Viele der Mitglieder engagieren sich bereits seit Jahren in dem Gremium und bringen ihre Erfahrungen weiterhin ein. Gleichzeitig konnten für die neue Förderperiode weitere Akteurinnen und Akteure gewonnen werden, sodass das Bündnis die gesellschaftliche Vielfalt im Rhein-Kreis Neuss noch breiter abbildet.
Erstmals werden künftig drei Vertreter des Jugendforums dauerhaft im Bündnis mitwirken. Das Jugendforum ist ein eigenständiger Bestandteil der Partnerschaft für Demokratie und bei der Jugendeinrichtung „Die Rübe“ in Dormagen angesiedelt. Es wird von der Diakonie Rhein-Kreis Neuss begleitet und verfügt über einen eigenen Fonds. Über die Verwendung dieser Fördermittel beraten und entscheiden die Jugendlichen in ihren Sitzungen eigenverantwortlich. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, demokratische Prozesse aktiv zu erleben und eigene Projekte für junge Menschen im Rhein-Kreis Neuss auf den Weg zu bringen. Die Mitwirkung der Vertreter des Jugendforums im Bündnis stärkt darüber hinaus die Perspektive junger Menschen innerhalb der Partnerschaft für Demokratie.
„Demokratie lebt vom Mitmachen. Deshalb freue ich mich besonders, dass sich erfahrene und neue Mitglieder gemeinsam im Bündnis engagieren. Die breite Zusammensetzung des Gremiums spiegelt die Vielfalt unseres Kreises wider und stärkt die gesellschaftliche Verantwortung für die Partnerschaft für Demokratie“, betont Sozialamtsleiter Jens Bender. Dass künftig so viele Vertreter des Jugendforums im Bündnis mitwirken, ist ein wichtiges Signal: „Die Erfahrungen und Sichtweisen junger Menschen werden dadurch noch stärker in die Arbeit der Partnerschaft für Demokratie einbezogen“, hebt Ulrike Weyerstraß, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, hervor.
Neben den organisatorischen und formalen Grundlagen stand bereits die inhaltliche Arbeit im Mittelpunkt der ersten Sitzung. Das Bündnis sprach Förderempfehlungen für mehrere eingereichte Projekte aus. Ein positives Votum erhielt die Maßnahme „Es war Mord – Wahre Geschichten der Zeitgeschichte!“ mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45. Die musikalische Lesung ist für den 12. September im Grevenbroicher Erasmus-Gymnasium vorgesehen. Darüber hinaus empfiehlt das Bündnis die Förderung von zwei Schulkonzerten mit dem Titel „Ich wandre durch Theresienstadt“, die ebenfalls von Roman Knižka und OPUS 45 gestaltet werden. Im Anschluss an die Veranstaltungen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube ins Gespräch zu kommen.
Ebenfalls eine Förderempfehlung erhielt das Projekt „Stark für Demokratie – Workshop-Reihe zur Prävention von Extremismus und zur Stärkung demokratischer Kompetenzen“ der Interkulturellen Projekthelden. Das Angebot richtet sich an Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereine sowie Flüchtlingsunterkünfte im Rhein-Kreis Neuss. Bis zum Jahresende werden bedarfsorientierte Workshops angeboten, die individuell auf die jeweilige Situation und die Bedürfnisse der Einrichtungen abgestimmt werden. Ziel ist es, demokratische Kompetenzen zu stärken sowie präventiv gegen Extremismus und Ausgrenzung zu wirken.
Vereine, Initiativen, Schulen und weitere interessierte Organisationen, die ein Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ umsetzen möchten, können sich an die Koordinierungs- und Fachstelle beim Caritasverband Rhein-Kreis Neuss wenden. Ansprechpartner ist Simon Burstedde, der bei der Entwicklung von Projektideen, der Antragstellung und der Umsetzung der Maßnahmen berät und begleitet. Förderanträge für die nächste Sitzung des Bündnisses können bis Anfang September eingereicht werden. Interessierte haben zudem die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld bei der Entwicklung ihrer Projektideen und der Antragstellung beraten zu lassen. Burstedde ist unter der E-Mail-Adresse simon.burstedde(at)caritas-neuss.desimon.burstedde(at)caritas-neuss.de oder unter der Telefonnummer 0172/2 17 88 24 zu erreichen.
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wird im Rhein-Kreis Neuss durch das Kommunale Integrationszentrum koordiniert. Ansprechpartnerin ist Yvonne Crynen. Die Koordinierungs- und Fachstelle ist beim Caritasverband Rhein-Kreis Neuss angesiedelt, das Jugendforum wird von der Diakonie Rhein-Kreis Neuss begleitet.
Ansprechpersonen
Yvonne Crynen
Lindenstraße 4-6
41515 Grevenbroich
Telefon:+49 (0) 2181 601-5065
Telefax:+49 (0) 2181 601-85065
E-Mail:yvonne.crynen@rhein-kreis-neuss.de
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Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026
