Gründer Chris Limberg berichtet, wie das Qualifizierungsprogramm „Gründungs.Impuls“ ihn dabei unterstützt hat

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Wirtschaft
| 27.08.2026

Viele Menschen tragen den Wunsch nach beruflicher Freiheit in sich, scheitern aber schon an der ersten Hürde: Was genau soll ich eigentlich gründen? Chris Limberg stand vor exakt dieser Frage. Durch seine Teilnahme am Qualifizierungsprogramm Gründungs.Impuls der impuls.RheinKreisNeuss Wirtschaftsförderung und der tzg Technologiezentrum Glehn GmbH fand er die Antwort. Heute ist er als Job- und Karrierecoach selbstständig – inklusive bewilligtem Gründungszuschuss und ersten Kunden.

Limberg bringt umfangreiche Erfahrung aus der Bildungs- und Digitalbranche mit. Als Regional Sales Director beim Düsseldorfer Digital Career Institute hatte er unter anderem Einblicke in die Entwicklung und Vermarktung von Bildungsangeboten gewonnen. Eine konkrete Gründungsidee hatte er zu Beginn seiner Teilnahme jedoch noch nicht. Vielmehr standen verschiedene Möglichkeiten im Raum: eine innovative Marketing- und Vertriebsunterstützung für Bildungsträger, eine Tätigkeit als Freelancer mit verschiedenen Leistungen oder der Aufbau eines eigenen Bildungsträgers. Gerade letzteres erschien ihm grundsätzlich interessant, gleichzeitig schreckten ihn die damit verbundenen bürokratischen und organisatorischen Anforderungen ab.

Die zentrale Frage im Track „Validierung“ der Gründungs.Impuls.Akademie lautete deshalb nicht: „Wie setze ich meine Geschäftsidee um?“, sondern zunächst: „Welche Geschäftsidee und welche Form der Selbstständigkeit passen eigentlich zu mir?“ Im Rahmen des Programms setzte sich Limberg systematisch mit seinen persönlichen Stärken, Erfahrungen und Interessen sowie unterschiedlichen Geschäftsmöglichkeiten auseinander. Gespräche mit erfahrenen Freelancern und Akteuren aus der Bildungsbranche halfen ihm dabei, seine Annahmen über den Markt und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Selbstständigkeit zu überprüfen.

Dabei veränderte sich seine Perspektive. Zwischenzeitlich war die Idee eines eigenen, KI-basierten Bildungsträgers seine bevorzugte Option. Im weiteren Validierungsprozess wurde jedoch deutlich, dass ein anderer Weg für den Einstieg besser zu seiner aktuellen Situation und seinen Kompetenzen passte: die freiberufliche Tätigkeit als Job- und Karrierecoach. Aus dieser Erkenntnis entwickelte sich im anschließenden Track „Gründung“ ein konkretes Geschäftsmodell. Limberg konkretisierte sein Vorhaben, erarbeitete einen Businessplan und begann, erste Kooperationspartner und Auftraggeber zu gewinnen. Das Ziel war dabei nicht, möglichst lange an einem perfekten Konzept zu arbeiten, sondern möglichst schnell mit einem tragfähigen Angebot in den Markt zu kommen.

Mit Erfolg: Bis zum Ende des Tracks hatte Chris Limberg die formalen Gründungsprozesse abgeschlossen, sein Unternehmen zum 1. Mai 2026 gegründet und den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit auf Grundlage seines Businessplans und einer externen fachkundigen Stellungnahme bewilligt bekommen. Zudem konnte er bereits einen ersten Kooperationspartner gewinnen und seine erste Rechnung stellen und versenden. Seit Abschluss des Programms sind weitere Kooperationspartner hinzugekommen. „Für mich war die größte Herausforderung am Anfang gar nicht die Frage, wie ich gründe, sondern was ich eigentlich gründen möchte“, sagt Chris Limberg. „Ich hatte verschiedene Ideen und Möglichkeiten im Kopf, aber noch keine klare Richtung. Gründungs.Impuls hat mir geholfen, diese Möglichkeiten strukturiert zu betrachten, auszuprobieren und letztlich eine Entscheidung zu treffen.“

Für die Wirtschaftsförderung Impuls.RheinKreisNeuss ist Limbergs Geschichte ein Beispiel für eine wichtige Funktion der Gründungsförderung: Menschen müssen nicht immer mit einer fertigen Geschäftsidee in die Beratung kommen. Gerade in der frühen Phase kann es darum gehen, persönliche Kompetenzen, Interessen und Marktchancen zusammenzubringen und daraus eine tragfähige unternehmerische Perspektive zu entwickeln. „Gründung beginnt nicht immer mit einem Businessplan. Manchmal beginnt sie mit der Frage, welcher Weg überhaupt der richtige ist“, sagt Christian Schieren, Leiter des Startercenter NRW Rhein-Kreis Neuss. „Unter anderem dafür haben wir den Track ‚Validierung‘ entwickelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Raum bekommen, unterschiedliche Möglichkeiten zu erkunden, Annahmen zu überprüfen und auf dieser Grundlage eine informierte Entscheidung zu treffen.“

Mit Gründungs.Impuls hat die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der tzg Technologiezentrum Glehn GmbH 2026 ein Qualifizierungsangebot pilotiert, das Menschen in unterschiedlichen Phasen ihrer Gründungsreise begleitet. Es verbindet Experteninputs mit praktischer Arbeit am eigenen Vorhaben. Ziel ist es, Gründungsvorhaben systematisch zu qualifizieren und die Chancen auf nachhaltigen unternehmerischen Erfolg zu erhöhen. Ausgehend von den Erkenntnissen aus der Pilotphase wird es aktuell weiterentwickelt und 2027 neu aufgesetzt wieder angeboten. 

Für Chris Limberg ist aus der anfänglichen Orientierungssuche inzwischen ein konkretes freiberufliches Einzelunternehmen geworden. Und der nächste Entwicklungsschritt ist bereits in Sicht: Neben seiner Tätigkeit als Job- und Karrierecoach möchte er zukünftig weitere Angebote entwickeln, sich im Bereich der Gründungsberatung etablieren und seine Erfahrungen aus Vertrieb, Digitalisierung und Bildung miteinander verbinden.

Weitere Informationen zur Gründungs.Impuls.Akademie finden Interessierte unter: https://tzg.online/akademie/gruendungs-impuls/ 

Zum Hintergrund:

Die Technologiezentrum Glehn GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Rhein-Kreises Neuss mit über 40 Jahren Erfahrung als regionaler Bildungsträger. Unter dem Dach der TZG arbeiten drei Geschäftsbereiche: die tzg akademie (Aus- und Weiterbildung), tzg consulting (Beratung) und tzg solutions (digitale Bildungslösungen, u. a. mit eigener Lernplattform). Geschäftsführer sind Raimund Franzen und Benjamin Josephs. Mehr zu den Standorten und Angeboten gibt es unter www.tz-glehn.de im Internet.

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Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026