Partnerschaften
| 08.09.2026
Die Solidaritätspartnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der ukrainischen Stadt Pawlohrad, die seit 2023 besteht und vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine begründet wurde, ist erneut durch konkrete Hilfsmaßnahmen gestärkt worden. Ein Multifunktionsradlader und ein Minibus mit Rollstuhlrampe konnten inzwischen nach Pawlohrad überführt werden. Möglich wurde die Unterstützung durch eine Förderung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen des Projekts „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes innerhalb kommunaler Partnerschaften mit der Ukraine“. Der Rhein-Kreis Neuss hatte sich erfolgreich um die Fördermittel beworben.
Bei der Umsetzung arbeitete der Rhein-Kreis Neuss erneut mit dem Neusser Verein Schnelle Nothilfe zusammen. Der Verein übernahm den Transport der Fahrzeuge in die rund 2.500 Kilometer entfernte Partnerstadt Pawlohrad. Landrätin Katharina Reinhold betont: „Die Situation vor Ort ist nach wie vor ernst. Wir stehen auch weiterhin fest an der Seite unserer ukrainischen Freunde.“
Darüber hinaus konnte von ukrainischer Seite ein Notstromaggregat beschafft werden, das zur Aufrechterhaltung des Betriebs eines Abwasserwerks eingesetzt wird. Die entsprechende Hilfsmaßnahme war zuvor vom Kreistag beschlossen worden. Durch das Aggregat kann die Versorgung von rund 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Trinkwasser abgesichert werden. Insgesamt hat Pawlohrad rund 105.000 Einwohner, hat aber in den vergangenen Jahren noch viele Binnengeflüchtete aufgenommen.
Im Oktober findet in Berlin eine deutsch-ukrainische Partnerschaftskonferenz statt. Auch Delegationen des Rhein-Kreises Neuss und der Stadt Pawlohrad werden daran gemeinsam teilnehmen. Dabei soll unter anderem über die weitere Entwicklung der Solidaritätspartnerschaft und die nächsten gemeinsamen Schritte beraten werden.
Der Rhein-Kreis Neuss setzt seine Unterstützung auch darüber hinaus fort. Der Kreis hat sich erneut erfolgreich um eine Förderung im Rahmen eines GIZ-Folgeprojekts beworben. Im Zuge dieses Projekts sollen weitere dringend benötigte Hilfsgüter nach Pawlohrad überführt werden.
Pawlohrad liegt im Osten der Ukraine in der Oblast Dnipropetrowsk und befindet sich nur rund 80 Kilometer von der aktuellen Frontlinie entfernt. Insbesondere in den vergangenen Monaten war die Stadt wiederholt massiven russischen Angriffen ausgesetzt, vor allem durch Drohnen. Dabei kommt es immer wieder zu erheblichen Zerstörungen und Todesopfern. Zuletzt wurde Pawlohrad beispielsweise Ende August, am ukrainischen Unabhängigkeitstag, schwer angegriffen.
Die Solidaritätspartnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und Pawlohrad besteht seit 2023. Sie wurde vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Partnerstadt durch konkrete Hilfsmaßnahmen zu unterstützen und die kommunale Zusammenarbeit auch unter den schwierigen Bedingungen des Krieges weiterzuführen und auszubauen.
Hier findet ihr den Originalbeitrag
Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026
