Diamanthochzeit Heinz und Elfriede Kropp

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Ihren 60. Hochzeitstag konnten jetzt Heinz und Elfriede Kropp feiern.  Er ist gebürtiger Butzheimer, sie schwört nach wie vor auf ihren Heimatort Anstel, doch gelebt haben die beiden seit ihrer Hochzeit durchweg in Butzheim. In Anstel inders kreuzten sich jedoch ihre Wege erstmals: Heinz Kropp und ein Freund waren gerade auf dem Weg nach Widdeshoven,  als sie bei der Familie Kelzenberg auf dem Gelände der Spedition zwei junge Frauen Federball spielen sahen und ins Gespräch kamen  –  für eine der beiden führte der Weg später gemeinsam mit Heinz Kropp zum Standesamt sowie zur kirchlichen Trauung in der Nettesheimer Pfarrkirche St. Martinus.

Heinz Kropp absolvierte in Büderich eine Ausbildung zum Raumausstatter und legte in Stuttgart die Meisterprüfung ab – als damals jüngster Meistre seines Fachs in Baden-Württemberg. 1962 übernahm er den väterlichen Betrieb, den er noch mit über 70 Jahren leitete.

Das 1887 gegründete Familienunternehmen – zeitweise das womöglich älteste in ganz Rommerskirchen – hätte 2012  sein 125-Jahr-Jubiläum feiern können, doch großes Aufsehen zu machen, lag Heinz Kropp (88) nicht. 2012 mit dfem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet, war er 20 Jahre Obermeister der Raumausstatter- und Sattlerinnung des Rhein-Kreises Neuss und ist deren Ehrenobermeister. 28 Jahre lang war er Sachverständiger der Handwerkskammer Düsseldorf.

In jüngeren Jahren zog es die beiden Diamanthochzeiter häufig ins österreichische Skigebiet am Katschberg, wo sie ihrem gemeinsamen Hobby ausgiebig frönten. In späteren Jahren wurde dann u.a. die Nordsee zum bevorzugten Reiseziel von Heinz und Elfriede Kropp sowie ihrer Tochter Heike.

Während Elfriede Kropp (84) seit mittlerweile 40 Jahren eingeschriebenes Mitglied des FC Bayern München ist, ist ihr Mann zwar gleichermaßen Fußballfan, allerdings als solcher „vereinslos“: „Ich sehe mir gern ein gutes Fußballspiel an“, zeigt er sich gelassen. 

Mehr als 50 Jahre lang war er Mitglied des Quartettvereins Nettesheim, zuletzt knapp 20 Jahre lang dessen“inoffizieller“ Vorsitzender. Dass er nie formal gewählt werden wollte, habe für ihn den Vorteil gehabt, „dass ich nirgends hingehen muss, aber überall hingehen kann“, sagt er verschmitzt. Regelmäßige Konzerte gab der Quartettverein über viele Jahre hinweg im Frixheimer Schützenhaus. Deren jahrzehntelang amtierender Brudermeister und CDU-Ratsmitglied Matthias Schlömer erinnert sich gern an diese Zeiten. „Er hat viel für Frixheim getan“, sagt Schlömer, der dem Jubelpaar ebenso persönlich gratulierte wie Bürgermeister Dr. Martin Mertens und seine Stellvertreterin Bianka Mischtal.

Bei der St. Sebastianus-Bruderschaft ist Heinz Kropp seit gut 80 Jahren Mitglied und war lange im Jägerzug „Löstige Jonge“ aktiv. Königspaar sind er und seine Frau nie geworden, was durchaus an der unkonventionellen Haltung von Elfriede Kropp lag. „Lieber in Jeans“ als in den seit Jahrzehnten gängigen Königinnenkleidern hätte Elfriede Kropp das Amt wohl wahrgenommen – ein Standpunkt freilich, der auch heute noch im Schützenwesen für nicht unerhebliche Irritationen sorgen würde.

Martin Mertens wünschte den beiden  Senioren, um die sich ihre  Tochter Heike und deren Mann Heiko kümmern „noch viele weitere Jahre bei möglichst guter Gesundheit.“

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