„Wahre Verbrechen der Zeitgeschichte“: Musikalische Lesung mit Knižka und OPUS 45

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Musik
| 30.07.2026

Nach drei erfolgreichen Gastspielen kehren Schauspieler Roman Knižka und das vielfach ausgezeichnete Bläserquintett OPUS 45 in den Rhein-Kreis Neuss zurück. Ihre bisherigen musikalischen Lesungen begeisterten das Publikum durch die Verbindung von Literatur, Musik und Zeitgeschichte. Mit „Es war Mord! – Wahre Verbrechen der Zeitgeschichte“ präsentieren die Künstler nun ein neues Programm, das das derzeit viel beachtete Genre „True Crime“ mit historisch-politischer Bildung verbindet.

Am Samstag, 12. September, um 19 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher im Erasmus-Gymnasium an der Röntgenstraße in Grevenbroich ein außergewöhnlicher Konzertabend. Anhand von vier historischen Gewaltverbrechen erzählen Knižka und OPUS 45 von den Gefährdungen demokratischer Gesellschaften und von Menschen, die sich mutig für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte eingesetzt haben.

Im Mittelpunkt stehen die Ermordung des Reichsfinanzministers Matthias Erzberger, das Schicksal des Juristen Hans Litten, der Adolf Hitler vor Gericht herausforderte, die bis heute diskutierten Todesfälle von Petra Kelly und Gert Bastian sowie die Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja. Die ausgewählten Fälle zeigen, welche Folgen Hass, Extremismus und politische Gewalt für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit haben können und warum Zivilcourage heute wichtiger denn je ist.

Die musikalischen Werke sind mehr als eine Begleitung der Texte: Sie verstärken die emotionale Wirkung der Erzählungen und schaffen Raum für Reflexion. So entsteht ein eindrucksvolles Konzerterlebnis, das Geschichte lebendig werden lässt und den Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen schärft.

Der Konzertabend bildet den Abschluss eines dreitägigen Projekts zur Demokratie- und Erinnerungsbildung. Bereits am 10. und 11. September finden zwei musikalische Lesungen mit dem Titel „Ich wand’re durch Theresienstadt…“ für Schülerinnen und Schüler statt – jeweils an einer weiterführenden Schule in Grevenbroich und Neuss. Ergänzt werden die Schulveranstaltungen durch ein digitales Zeitzeugen-Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube, der mittlerweile 94 Jahre alt ist. Er wird den Jugendlichen persönliche Einblicke in seine Geschichte geben und ihre Fragen beantworten. 

Das Gesamtprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ gefördert und durch die Partnerschaft für Demokratie im Rhein-Kreis Neuss umgesetzt. Es verbindet kulturelle Bildung mit historisch-politischer Bildung und setzt ein starkes Zeichen für Demokratie, Erinnerungskultur und den Einsatz gegen Antisemitismus, Extremismus und Menschenfeindlichkeit. Ziel ist es, insbesondere junge Menschen und die interessierte Öffentlichkeit für demokratische Werte, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren.

Einlass zur Veranstaltung am 12. September ist ab 18 Uhr bei Imbiss und Getränken. Der Eintritt ist kostenfrei. Anmeldungen sind ab sofort im Internet möglich: https://rkn.nrw/event032.

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Hier findet ihr den Originalbeitrag
Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026