Bildungskonferenz des Regionalen Bildungsnetzwerks: 250 Teilnehmende aus den Schulen im Kreis informierten sich über Demokratiebildung

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Schule
| 09.10.2026

Bei der Bildungskonferenz des Regionalen Bildungsnetzwerkes des Rhein-Kreises Neuss trafen sich 250 Vertreterinnen und Vertreter aus den Schulen im Rhein-Kreis Neuss. Einen Tag lang beschäftigten sie sich im Zeughaus Neuss und am Gymnasium Marienberg mit dem Thema „Demokratiebildung – Haltung stärken. Extremismus vorbeugen. Gesellschaft gestalten.“ Dabei ging es um die Fragen, wie Demokratiebildung im Schulalltag gelingen kann und wie Schulen junge Menschen darin stärken können, demokratische Werte aktiv zu leben. 

Landrätin Katharina Reinhold betonte in ihrem Grußwort: „Demokratie soll nicht nur ein Thema im Unterricht sein, sondern im täglichen Miteinander spürbar und erlebbar werden – durch gegenseitigen Respekt, durch den Austausch unterschiedlicher Meinungen und durch die Erfahrung, dass jede Stimme zählt.“ 

Zu der Konferenz waren die Schulleitungen aller Schulen im Rhein-Kreis Neuss eingeladen sowie weiteres Schulpersonal unter anderem aus dem Bereich der Schulsozialarbeit. Sie nahmen Impulse für die schulische Praxis mit, tauschten sich fachlich aus und diskutierten darüber, welchen Beitrag Schule zur Stärkung der Demokratie leisten kann. Doris Mause, Regionalkoordinatorin der Bezirksregierung Düsseldorf, und Kreisdezernent Sebastian Johnen moderierten und führten durch die Podiumsgespräche, bei denen es auch um bereits bestehende Projekte in Schulen ging. 

Ahmad Mansour, Geschäftsführer von Mind Prevention, einer Initiative für Demokratieförderung, beleuchtete in seinem Vortrag und seinem Workshop Herausforderungen und unterschiedliche Aspekte der Demokratiebildung und gab Anregungen für die tägliche Arbeit an Schulen. Markus Wölke von der Bezirksregierung Düsseldorf ging auf Standards für die politische Bildung ein. Bereichert wurde das Programm von einem musikalischen Auftritt des Menorah-Projektchores des Pascal-Gymnasiums Grevenbroich. Zuvor hatten die Schulen Kurzfilme unter dem Titel „‘Demokratie im Bild‘ – Gemeinsam Demokratie sichtbar machen“ eingereicht, die in einem zusammengeschnittenen Beitrag gezeigt wurden. Hier berichteten Schülerinnen und Schüler darüber, was Demokratie für sie bedeutet und Schulen zeigten Beispiele für Demokratiebildung.
Praxisorientierte Workshops unter anderem zu den Themen „Rechtsextremismus“ und „Islamistischer Extremismus“, zum Kinderrechteprogramm UNICEF, dem Umgang mit sozialen Medien und der Einbindung von Videospielen zum Umgang von Extremismus in den Schulalltag ergänzten das Programm. 

Das Regionale Bildungsnetzwerk des Rhein-Kreises Neuss stellt auf der Homepage des Kreises den Schulen die Broschüre „Demokratiebildung – Demokratie erleben. Mitgestalten. Verantwortung übernehmen.“ zum Download an. Hier finden Interessierte Informationen zu Programmen, Projekten und Initiativen zur Demokratiebildung im Rhein-Kreis Neuss sowie Angebote, Praxisbeispiele, Methoden für Unterricht und Schulleben sowie Hinweise zu Materialen. 

Darüber hinaus bietet das MuseumMobil des Hauses der Geschichte NRW ein Begleitprogramm zur Bildungskonferenz in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens an. Es steht noch bis zum 18. Oktober auf dem Freithof vor dem Zeughaus in Neuss und lädt alle Interessierten zum Besuch ein. Für Schulklassen gibt es ein spezielles Programm. 

Mit der Bildungskonferenz greift das Regionale Bildungsnetzwerk des Rhein-Kreises Neuss ein zentrales Thema schulischer Entwicklung auf. 2022 ging es um Kinder- und Jugendschutz an Schulen, 2024 um den Ganztag. Hiermit hat der Kreis nicht nur ein Fortbildungsangebot geschaffen, sondern auch ein Forum für Vernetzung und Austausch. Aus den Konferenzen entstehen konzeptionelle Impulse für die Bildungsregion des Rhein-Kreises Neuss.
 

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Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026