Digitaler Zwilling: Rhein-Kreis Neuss und Kommunen setzen auf gemeinsamen Standard

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Digitalisierung
| 13.10.2026

Rund 70 Fach- und Führungskräfte aus der Kreisverwaltung des Rhein-Kreises Neuss, den kreisangehörigen Kommunen und der ITK Rheinland haben sich beim ersten „Tag des Digitalen Zwillings“ im Kreishaus Grevenbroich über den Stand des Projekts informiert und ausgetauscht. Der Digitale Zwilling ist ein 3D-Abbild des Kreises, das räumliche Informationen mit Fachdaten verbindet. Das vom Land NRW geförderte Projekt gilt wegen seines interkommunalen Ansatzes als Vorzeigebeispiel und wurde beim „Digital Award 2025“ ausgezeichnet. Kreisdezernent Gregor Küpper: „Der Digitale Zwilling ist das Rückgrat für eine moderne, datengetriebene Verwaltung. Er reduziert unnötige Vor-Ort-Termine, erhöht die Transparenz und stärkt die Resilienz unserer Infrastruktur.“

Praxisbeispiele aus Grevenbroich und Meerbusch zeigten, was das bedeutet: Bürgeranfragen, Straßenzustand, Baustellenplanung und Feuerwehr-Einsatzvorbereitung lassen sich vom Büro aus bearbeiten. Das spart Wege, Zeit und Personalaufwand. Komplettiert wird der virtuelle öffentliche Raum durch virtuelle Gebäudeinnenansichten: Mit einem schultergetragenen Scanner- und Kamerasystem werden alle kreiseigenen Gebäude millimetergenau von innen erfasst. Ergänzend wird die Außenhülle des Gebäudes per Drohne durch ausgebildete Drohnenpiloten aufgenommen und als Oberflächenmodell bereitgestellt. So lassen sich alle Gebäude und Räume von außen und innen virtuell begehen und ausmessen.

Auch für Bauvorhaben werden aktuelle Luftbildkarten sowie 3D-Geländemodelle der Verwaltung zur Verfügung gestellt. Christoph Kany, Verantwortlicher für den Digitalen Zwilling, erläuterte, wie die urbane Datenplattform den automatisierten Datenaustausch ermöglicht und Entscheidungen für Planungen und Genehmigungen absichert. Mit dem Geoportal als einheitlichem Präsentationswerkzeug erhalten Bürgerinnen und Bürger einen einfacheren Zugang zu Geodaten sowie die Verwaltungen zu den kommunalen Fachdaten.

Michael Fielenbach,Leiter des Kataster- und Vermessungsamts Rhein-Kreis Neuss, stellte den Nutzen der Zusammenarbeit heraus: „Einheitliche Standards bei Befahrung, Befliegung und Datenhaltung ersparen jeder Kommune Doppelarbeit. Was wir einmal gemeinsam aufbauen, müssen die Städte und Gemeinden nicht einzeln beschaffen und pflegen.“ Und weiter: „Nur gemeinsam und auf einer einheitlichen Datenbasis lassen sich Kosten, Personalaufwand und Fachkompetenz dauerhaft tragfähig organisieren. Zu diesem Weg gibt es aus unserer Sicht keine Alternative.“

Künftig sollen IoT-Sensoren und KI-Analyse auch vorausschauende Anwendungen wie automatisierte Hochwasserwarnungen oder Energie- und Wärmeoptimierung ermöglichen.

Weitere Informationen zum „Digitalen Zwilling“ sowie der Link zum Geoportal finden sich unter www.rhein-kreis-neuss.de/DigitalerZwilling.

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Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026