Der Vorstand des Kreisverbands im Bund der Vertriebenen (BdV) hat die Wanderausstellung „Erzwungene Wege: Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ in den Rhein-Kreis Neuss geholt. Die Präsentation ist bis zum 7. Dezember im Lichthof des Kreishauses an der Oberstraße 91 in Neuss zu sehen. Die Schirmherrschaft hat Landrätin Katharina Reinhold übernommen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ursachen, Auswirkungen und Folgen von Vertreibung und Flucht. Dabei reicht die Spanne vom Völkermord an den Armeniern im Jahre 1915 über den Holocaust und die Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges bis hin zu den Kriegen um das zerfallende Jugoslawien in den Jahren um 1990.
Landrätin Katharina Reinhold eröffnete die Ausstellung zusammen mit dem BdV-Kreisvorsitzenden Gerhard Hosenberg, der stellvertretenden Generalsekretärin des BdV-Bundesverbands Gisela Schewell und dem stellvertretenden Neusser Bürgermeister Dr. Jörg Geerlings. Die Landrätin hob hervor, dass die Ausstellung den Opfern von Vertreibung einen Platz im historischen Gedächtnis Europas gebe. Sie sagte: „Über die Themen Flucht und Vertreibung zu reden, verlangt viel Sensibilität. Es gibt immer noch Missverständnisse und Unkenntnisse. Deshalb ist es so wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen und Brücken zu bauen. Es liegt an uns, ob sich Geschichte wiederholt.“
Gerhard Hosenberg, Kreisvorsitzender des BdV, erinnerte daran, dass sich sein Verein für Völkerverständigung einsetze und dazu beitrage, dass die europäische Geschichte nicht in Vergessenheit gerate. Dr. Jörg Geerlings hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Zusammenarbeit in Europa mit Blick auf die deutsch-französischen und deutsch-polnischen Beziehungen hervor.
Die Ausstellung „Erzwungene Wege“ ist für alle Interessierten im Kreishaus Neuss zu diesen Zeiten geöffnet: montags bis donnerstags von 7 bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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