Schule
| 05.11.2026
Die Mosaikschule, eine Förderschule des Rhein-Kreises Neuss mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, erhält einen Erweiterungsbau. Nach erfolgreicher Lieferung und Montage der Holzmodule auf zwei Ebenen ist das Gebäude nun so weit fertiggestellt, dass jetzt Richtfest gefeiert wurde. Landrätin Katharina Reinhold und Kreisdezernent Gregor Küpper nahmen ebenso an der Feierstunde teil wie Schulleiterin Klaudia Thelen, die Amtsleiterinnen Petra Heinen-Dauber (Amt für Schulen und Kultur) und Ines Manolias (Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft), Architekt Madjid Azarmgin, Maximilian Aubele vom ausführenden Unternehmen Kleusberg GmbH & Co. KG sowie mehrere Schülersprecherinnen und -sprecher.
Landrätin Katharina Reinhold freute sich, dass mit diesem Meilenstein ein wesentlicher Baufortschritt gefeiert werden konnte: „Mit unserem Erweiterungsbau schaffen wir angesichts gestiegener Schülerzahlen zusätzliche Räume für den Schulalltag in der Mosaikschule und machen sie fit für die Zukunft“, sagte die Landrätin. Sie betonte, dass die Mosaikschule zusammen mit den weiteren sieben Förderschulen des Rhein-Kreises Neuss ein wichtiger Teil des Bildungssystems sei: „Jeder junge Mensch bringt eigene Stärken und Bedürfnisse mit. An unseren Förderschulen gehen wir gezielt darauf ein und schaffen so bestmögliche Voraussetzungen dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler im Rhein-Kreis Neuss gut lernen und sich persönlich weiterentwickeln können.“
204 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 20 Jahren besuchen in diesem Schuljahr die Ganztagsschule, die sich in unmittelbarer Nähe der Varius-Werkstätten in Grevenbroich-Hemmerden befindet. Aktuell werden einige der 16 Klassen in Containern auf dem Hof sowie in Fach- und Differenzierungsräumen unterrichtet, zudem sind zwei Klassen in den Varius-Werkstätten untergebracht.
Die Mosaikschule erhält mit diesem barrierefreien Erweiterungsbau nicht nur zwei zusätzliche Klassenräume mit Differenzierungsräumen sowie weitere Funktionsräume; auch der Außenbereich wird neugestaltet und ein neuer Lehrerparkplatz wird eingerichtet. Bereits seit Dezember 2025 laufen die Arbeiten durch die Firma Kleusberg GmbH & Co. KG; die Fertigstellung ist für Ende April 2027 geplant. Das Bauvorhaben wird von Madjid Azarmgin vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft begleitet, der als Architekt das Projekt leitet. Schulleiterin Klaudia Thelen hebt die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern und insbesondere mit dem Kreis hervor. Sie freut sich zusammen mit ihrem Team darauf, die neuen Räume ab dem nächsten Jahr nutzen zu können.
Eine Besonderheit sind die vorgefertigten Raummodule: Sie bestehen aus einer Tragkonstruktion in Holzmodulbauweise und wurden vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und dort montiert. Dadurch konnte ein Großteil der Bauarbeiten witterungsunabhängig stattfinden und sowohl der Rohbau als auch der Innenausbau dauern weniger lang als bei herkömmlichen Bauvorhaben.
„Insbesondere bei einer Erweiterung eines bestehenden Schulstandorts bietet die effiziente Bauweise zahlreiche Vorteile für die Organisation der Bauarbeiten“, berichtet Kreisdezernent Gregor Küpper. „Die Emissionen, wie beispielsweise Lärm während der Rohbauarbeiten, konnten reduziert werden und das Bauvorhaben kann im laufenden Schulbetrieb umgesetzt werden.“ Das neue Gebäude erhalte ein grünes Dach mit PV-Modulen und werde mit einer Wärmepumpe beheizt. Die Kosten für den nachhaltigen Neubau liegen bei rund 6,2 Millionen Euro.
Der Erweiterungsbau wird im Erdgeschoss mit dem Bestandsgebäude über den Schulhof verbunden; im Obergeschoss ist eine Fußgängerbrücke aus Stahl geplant. Somit sind die neuen Flächen gut an die vorhandene Schule angebunden.
Hier findet ihr den Originalbeitrag
Rhein-Kreis Neuss: Pressemeldungen aus dem Jahr 2026
